Unsere Wegbegleiter:innen
Das Kinderdorf bedeutet für mich …
… wir haben Menschen aus dem Kinderdorf gefragt, was unser Jubiläum für sie bedeutet.
Bleiben Sie dran, Fortsetzung folgt …
„Für dieses Ereignis, 200 Jahre Kinderdorf Stammheim, kommen mir noch allerhand Erinnerungen in den Sinn.
Als 8-jährige Dorfkinder nach dem großen Brand von Stammheim, und den widrigen Umständen durch die damalige Besatzungsmacht, konnten wir unser Schulhaus nicht mehr benutzen, und wurden deshalb an einem Schultag in zum Teil drei verschiedenen Räumlichkeiten untergebracht.
Und unter anderem wurden wir auch in verschiedenen Räumen in der „Anstalt“, wie wir das Kinderheim damals benannten, unterrichtet. Somit ergab sich eine engere Beziehung zu den Heimbewohnern, welche doch größtenteils eine eigene, behütete Dorfgemeinschaft im Dorf erlebten.
Um aus vielen Erlebnissen ein Unvergessliches zu schildern, das war die Schülerspeisung, welche im Speisesaal vom Kinderheim durch die gütige Köchin – Frau Hefermann – ausgegeben wurde. Da gab es Schokoladenpudding oder auch mit Vanillegeschmack, Kakao und Brötchen. Kräftige Eintopfsuppen und vieles mehr.
Ausgehungerte Kinder zu speisen, das erweckt Eindruck! Wer dieses karitative Werk damals eingeführt hat, steht bei mir heute noch in hohen Ehren. Diese unvergessliche Tat animiert mich bis in das Alter, solche Aktionen weltweit zu unterstützen.
Ja das Kinderheim, ein gesegneter Ort. Gott möge es auch weiterhin so erhalten.“
In dankbarer Erinnerung, Georg Blaich, 88, Stammheimer Kind
